dhms installiert neue Stichlochausrüstungen bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt

14.10.2016

Das brandenburgische ArcelorMittal Hüttenwerk in Eisenhüttenstadt setzt bei der derzeitig laufenden Neuzustellung des Hochofens 5A auf vollhydraulische Abstichtechnik von Deilmann-Haniel Mining Systems (dhms).

Der Lieferumfang beinhaltet zwei vollhydraulische Stichlochbohranlagen, eine neue Druckerzeugerstation für die Bohranlagen und Stopfmaschinen sowie die zugehörige Steuerungs- , Automatisierungs- und Visualisierungstechnik.

Bereits vor der Stillstandsphase wurde mit der Installation neuer Hydraulikleitungen und weiterer Vorbereitungsarbeiten begonnen. Zur Zeit erfolgt die Demontage der Altanlagen und der Aufbau der neuen Systemkomponenten. Dabei werden die vorhandenen Stopfmaschinen antriebs- und steuerungstechnisch in das neue System integriert. Das Steuerungs- und Automatisierungssystem wird über ein Bussystem an die Gesamtsteuerung des Hochofens angebunden.

Die neue Ausrüstung von dhms soll ArcelorMittal bei der Effizienzsteigerung des Hochofens unterstützen. Hochleistungsfähige Hochöfen erfordern immer härtere Stichlochmassen, die wiederum leistungsstarke hydraulische Bohreinrichtungen erfordern. Diese ermöglichen dann eine optimale Öffnungsstrategie und Einstellung und Reproduzierbarkeit der Abstichparameter.

Zum Erstellen der Stichlochbohrungen werden hydraulische dhms Hochleistungsbohrhämmer mit drehender und schlagender Bohrfunktion eingesetzt. Diese garantieren hervorragende Bohrergebnisse und hohe Wirtschaftlichkeit. Die patentierte Drehschiebersteuerung ermöglicht eine stufenlose Regelung von Schlagfrequenz und Schlagenergie. Dadurch werden hohe Bohrleistungen unter allen Bohrbedingungen erzielt. Ein hydraulisches Dämpfungssystem verhindert wirksam Prellschläge und schont den Bohrhammer und die eingesetzten Bohrwerkzeuge. Zum schnelleren Rückzug des Bohrwerkzeuges bei schwierigen Bohrlochverhältnissen kann eine hydraulische Rückschlageinrichtung zur Unterstützung zugeschaltet werden.

Der Bohrvorgang erfolgt weitgehend im Drehbohrmodus. Bei Unterschreiten der voreingestellten Bohrgeschwindigkeit wird das Schlagwerk zugeschaltet und die Schlagenergie entsprechend Erfordernis eingestellt. Hierdurch wird u. a. eine optimale Schonung der Stichlochumgebung ermöglicht. Die Bohrvorgänge können wahlweise manuell oder automatisch durchgeführt werden.

Die Arbeiten im Rahmen der Neuzustellung sollen in nur ca. 52 Tagen durchgeführt werden. Das erneute Anblasen des Hochofens ist für Mitte November 2016 geplant.

Abb.: Stichbohranlage System dhms